Etappe 9 – Hildesheimer Hütte

Montag 24.08.2020

Tourenplanung

Von der Amberger Hütte weiter dem Sulztal folgend in Richtung Sulztalferner. An der ersten Geländekante links halten und den Fluss über die Brücke überqueren. Dem Weg weiter folgen und wieder nach links in das Bockkar abbiegen. Der Weg führt dann rechts aus dem Kar heraus auf den Grat bis fast zum Gipfel des Hinteren Daunkopf. Abstieg über das Daunjoch zum Daunkoglferner und über den Schaufelferner hoch zum Bildstöckljoch. Von dort über den Gaißkarferner hinab zur Hildesheimer Hütte.

Länge12,8 km
Aufstieg1529 hm
Abstieg764 hm
Gehzeit6:45 h
https://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/alpencross-etappe-9/182030250/?share=%7Ezntveozz%244ossyod7

Als Alternive für schlechte Wetterverhältnisse habe ich den Abstig von der Amberger Hütte nach Gries geplant. Mit dem Wanderbus bis Längenfeld fahren um von dort den Bus bis Sölden zu kommen. Von dort über die Windachalm den Aufstieg Hildesheimer Hütte.

Wettervorhersage

Anfangs einige Auflockerungen, im Tagesverlauf ist aber mit zunehmender Bewölkung zu rechnen. Bis zum Abend einzelne Schauer möglich.

Beschreibung der Tour

Auch heute klingelte um 6:15 Uhr der Wecker. Um 6:45 Uhr waren wir dann fertig gepackt am reichlichen Frühstücks-Buffet. Es waren natürlich auch schon wieder jede Menge Kinder auf den Beinen, ganz zu Kims Begeisterung. Nachdem wir gefrühstückt und uns eine Brotzeit gemacht hatten, ging es dann gegen halb Acht los.

Nach ca. 20 Minuten Gehzeit, trafen wir einen Bauern, der mit dem Auto auf die Alm gekommen war und ca. 20 Meter von einer Kuh entfernt stand. Wir erfuhren, dass er auf den Tierarzt wartete, weil die Kuh am Tag zuvor gestürzt war, und sich ein Bein verletzt hatte. Der Tierarzt sollte der Kuh ein Antibiotikum spritzen.

Wir gingen den Weg weiter als sich hinter uns das Wetter langsam zuzog und wir nach weiteren 30 Minuten im Nebel wandern mussten. Der Weg war im oberen Sulztal zum Glück hervorragen markiert, sodass wir auch unter diesen Bedingungen problemlos den Weg zum Bockkar fanden. Erst hier ab einer Höhe von ca. 2600m kamen wir dann wieder aus den Wolken heraus und konnten vor einer sehr interessanten Gelscher-Formation den Gipfel des Hinteren Daunkogels erkennen.

Bis wir diesen Gipfel erreichten, mussten wir aber noch über 300 hm am teilweiße ausgesetzten Grat mit und ohne Seilversicherungen geklettert und überwunden werden.

Kurz vor dem Gipfel konnten wir dann aber über den dort schneebedeckten Gletscher abkürzen und haben schließlich das Gipfelkreuz des Hinteren Daunkogels erreicht. Dort konnten wir uns auf die erste Seite des neue Gipfelbuch eintragen und haben erst einmal eine ausgiebige Brotzeitpause gemacht.

Der Blick zurück ins Sulztal zur Amberger Hütte und auf den Sulztalferner war frei, der Blick auf den Stubaier Gletscher andererseits war weiterhin von tiefer liegenden Wolkenfeldern verdeckt.

In diese Richtung kamen wir dann über das Daunkarjoch. Ab da bot sich nun auch ein erschreckender Blick über die Überreste des Stubaier Gletscher mit seinen zahllosen Ski-Anlagen und teilweise abgedeckten Eisflächen.

Das nächste Ziel war die Station Eisgrat in Mitten dieses riesigen Skigebietes, um von dort mit der Gondelbahn zum Schaufeljoch, denn mangels Gletscherausrüstung kam Aufstieg direkt auf dem Gletscher nicht in Frage. Auf ca. 2700m Höhe haben wir uns durch das teilweise unwegsame Gelände geschlagen bis wir schließlich den Fahrweg, der zur Station Eisgrat führte erreichten und kurz darauf dann auch die Station Eisgrat.

Hier auf 2900m waren wir dann endlich wieder in der Zivilisation angekommen. Nach einem kurzen Besuch des Shopping-Centers haben wir uns in der „Steinbockbar“ erst mal einen Kaiserschmarrn und Heiße Schokolade mit Schlag gegönnt.

Gegen 15 Uhr haben wir uns dann mit der Gondelbahn zur Bergstation Schaufeljoch auf den Weg gemacht. Da es zu unserem heutigen Ziel, der Hildesheimer Hütte nicht mehr weit war, haben wir dort auch noch einen Abstecher zu dem Aussichtpunkt „Top of Tyrol“ gemacht.

Beim Abstieg zur Hildesheimer Hütte über den Gaißkarferner hat uns dann leider noch ein kleiner Regenschauer erwischt, das Wetter hat sich gleich darauf aber wieder gebessert. Kim, die wieder mal als erste auf der Hütte angekommen war, wurde dann vom etwas ruppigen Hüttenwirt nicht ganz ernst genommen, als sie ihm sagte, dass wir von der Amberger Hütte kommen. Der konnte sich offenbar nicht vorstellen, dass das Mädel an diesem Tag so eine Tour gemacht hatte.

Nachdem wir unser Lager bezogen hatten, sind wir in den Gastraum, um auf das Abendessen zu warten. In der Zwischenzeit hat es draußen dann doch einen recht kräftigen Regenschauer gegeben. Schließlich gab es ein ein hervorragendes Abendessen mit einer Creme-Suppe als Vorspeise, ein äußerst zartes und geschmackvolles Lammragout zum Hauptgang und einen Hefekuchen mit Pfirsichmarmeldade und Vanillesoße zum Nachtisch.

Daten der Tour (getrackt mit alpenvereinaktiv)

Länge16,4 km
Aufstieg1933 hm
Abstieg1153 hm
Gehzeit7:16 h
https://www.alpenvereinaktiv.com/de/track/alpencross-2020-etappe-9/183979814/?share=%7Eznzitrrg%244ossfpvn

Daten der Tour (gemessen mit fitbit)

Länge20,44 km
Aufstieg1510 hm
Schritte30758
Gehzeit8:06 h

Kosten

TypKosten
Cafe Bar zum Steinbock Bergstation Eisgrat€ 20,10
Bergfahrt Eisgrat – Schaufeljoch€ 11,20
Unterkunft Hildesheimer Hütte€ 20,00
Essen Hildesheimer Hütte€ 77,40

Daten der Unterkunft

Hildesheimer Hütte – DAV Hildeheim
Elfriede und Gustav Fiegl
Telefon 0043 5254 2300
www.hildesheimerhuette.at

Internet / Mobilfunk

Mobilfunk-Empfang in der Hütte
Lademöglichkeit EG im Gastraum / am Gang
WLANnein

Bilder