Ich möchte hier weniger die Frage beantworten, wie man eine 3-wöchige Alpenüberquerung plant, sondern die Frage, wie ich mich dieser Aufgabe genähert habe.
Welche Route ?
Es gibt zahlreiche, gut dokumentierte Routen auf denen man mit mehr oder weniger Zeitaufwand über die Alpen laufen kann. Bei machen Gesprächen wurde ich auch direkt gefragt, welche dieser Route ich denn gewählt habe. Diese Frage kann mit nur einem Wort beantwortet werden: „Meine!“
Am Anfang stand die Vorgabe von Kim, die lautete „Winnebachseehütte und Gardasee“. Außerdem gab es ein Zeitfenster zwischen dem 14. August bis zum 6. September 2020 von 23 Tagen (Schulferien, Urlaub) in dem die Tour stattfinden musste. Mir war auch klar, dass wir die An- und Rückreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchführen wollen.
Wie plant man „seine“ Route?
Da ich mit den Planungen erst ca. 4 Wochen vor der eigentlichen Tour begonnen hatte, bestand nicht die Möglichkeit, sich sämtliches Kartenmaterial und entsprechende Literatur zu besorgen, um die Tour damit zu planen. Aus diesem Grund habe ich die Planungs-Funktion von alpenvereinaktiv.com zurückgegriffen, um mich einer machbaren Route zu nähern.
Ein paar Anleitungen, wie das mit alpenvereinaktiv.com funktioniert gibt es hier.
Unter Berücksichtigung von täglichen Gehzeiten, Wegstrecken und Höhenmetern habe ich nun stundenlang Touren geplant, geändert, verworfen, neu geplant. Dabei stellte sich schnell heraus, dass die Tour in der zur Verfügung stehenden Zeit eigentlich nicht durchgeführt werden konnte, ohne nicht zumindest teilweise auf öffentliche Verkehrsmittel zurückzugreifen.
Die Tour nimmt Gestalt an
Nach ein paar Tagen entwickelte sich eine Route beginnend in Garmisch durch das Inntal Richtung Winnebachseehütte und von dort aus weiter durch das Passeiertal und das Vinschgau zum Gardasee nach Riva del Garda mit ca. 20 Unterkünften. Die letzten Kilometer sollten dabei aus Zeitgründen mit dem Bus zurückgelegt werden. Auch Ruhetage zur Erholung wurden mit eingeplant.
Normalerweise wäre ich auf so eine Tour mit zwei Personen ohne entsprechende Reservierungen in den Unterkünften gestartet, um flexibel auf die Verhältnisse und die eigene Verfassung reagieren zu können. Jetzt war aber „Corona“ und es stellte sich heraus, dass es eine „Reservierungspflicht“ für Übernachtungen auf den Hütten gab. Auf einer so langen Tour wollte ich nicht das Risiko eingehen, an einer Hütte abgewiesen zu werden. Das bedeutete, dass ich sämtliche Übernachtungen reservieren musste und somit auch fest an den aufgestellten Plan gebunden war, auf etwaige Unwägbarkeiten also nicht flexibel reagieren konnte.
Nachdem ich die ca. 20 Unterkünfte Angefragt und teilweise reserviert hatte, stand ich vor der nächsten Herausforderung. Die Unterkünfte waren teileweise ausgebucht!
