Tourenplanung Berliner Höhenweg

Urlaub, und jetzt?

Die Woche Urlaub Anfang August rückt näher. Nur eine Woche? Ja, gerade erst den Arbeitgeber gewechselt, da muss man sich den Urlaubsanspruch erst mal erarbeiten und besser nicht gleich mit 2 oder 3 Wochen Urlaub ankommen. Also was tun in einer Woche?

Wieder die Fragen: Wo hin, welche Route, reservieren?

Also am Mittwoch vor dem Urlaub langsam mal angefangen mit Alpenvereinaktiv ein bisschen was zu planen. Mal nach zwei Tagen bzw. Nächten hatte sich dann eine ganz ansehnliche Route mit ein paar relativ hohen Übergängen im Zillertal herauskristallisiert. Das es sich dabei zumindest in Teilen um den Berliner Höhenweg handelt, wusste ich bis dahin noch nicht.

Es stellte sich auch hier wieder die Frage: Einfach so losziehen, oder Hütten reservieren? Ich hab mich dann doch nicht getraut im August, also in der Hochsaison und im Zillertal, die Tour ohne Reservierung der Hütten anzugehen. Lediglich für die Berliner Hütte habe ich keinen Platz mehr bekommen.

Der Olperer stand bei den Planungen im Mittelpunkt. Die verfügbaren Tourenbeschreibungen haben auf eine sehr anspruchsvolle Unternehmung hingedeutet, der ich mit ordentlichem Respekt entgegenblickte.

Es geht (schon) los!

Dann musste am Samstag auf ein mal alles ganz schnell gehen. Da ich den Olperer nur bei perfekten Bedingungen versuchen wollte, und sich für den Dienstag der kommenden Woche ein entsprechendes Wetterfenster ankündigte musste ich eigentlich sofort aufbrechen. Also die Hütten alle reserviert und noch schnell die notwendige Ausrüstung: Klettersteigset und Steigeisen besorgt und den Rucksack gepackt. Der Rucksack hatte damit natürlich ein ordentliches Gewicht für eine 8tägige Tour.

Geplant war, von Samstag auf Sonntag in München zu übernachten, und dann gleich Sonntagfrüh mit dem Zug zum Brenner zu fahren, um dort zu starten. Eine Zugfahrt von Hof zum Brenner am Sonntag hätte zu lange gedauert, um noch bis zur Hütte zu kommen.

Leider ist es mir nicht gelungen, eine Übernachtung in München bei Bekannten zu organisieren, war vielleicht auch etwas kurzfristig, wenn man da Samstagnachmittag um 14 Uhr anruft. Ich hab dann doch irgend ein Hotel ohne alles gefunden, und bin mit dem „letzten“ Zug um ca. 17 Uhr in Oberkotzau los. Dank 9-Euro-Ticket zwar nicht schnell aber günstig und in ganz reizender Begleitung bis nach München, wo ich ca. 23 Uhr am Hotel angekommen bin.

Geht doch!

Auch wenn der Start etwas holprig verlaufen ist, hat sich gezeigt dass man auch mit sehr wenig Vorbereitungszeit eine Tour planen kann. Was mich genau erwartete war mir natürlich nicht klar, und auch diese Tour ist wieder nicht ohne Überraschungen und gesundheitliche Probleme, die wieder fast zum Abbruch der Tour führten, geblieben.