Tourenplanung – Teil 2

Nachdem ich die ca. 20 Unterkünfte Angefragt und teilweise reserviert hatte, stand ich vor der nächsten Herausforderung. Die Unterkünfte waren teileweise ausgebucht!

Wetterstein raus, Karwendel rein

Ich war also gezwungen meiner Tour noch einmal umzuplanen. Da ich bei der digitalen Tourenplanung aber mittlerweile eine gewisse Routine hatte, war das nicht so problematisch. Zumal eigentlich nur die weiter nördlich gelegenen Hütten der Tour betroffen, also ausgebucht waren.

Nach mehreren E-Mails, Telefongesprächen und teilweise kostenpflichtigen Stornierungen war die Tour dann umgeplant. Gestartet wurde somit in Scharnitz und die Tour verlief nun durch das Karwendel und über Innsbruck zur Winnebachseehütte und dann wie geplant weiter nach Riva del Garda.

StartZielDistanzDauerAufstiegAbstieg
ScharnitzKarwendelhaus16,105:008320
KarwendelhausHallerangerhaus13,807:1514181445
HallerangerhausAlpenlounge Seegrube (Pension Steu, Innsbruck)12,805:05931779
Grinzens Adolf-Pichler-Hütte7,903:1010260
Adolf-Pichler-HüttePotsdamer Hütte9,704:351029998
Potsdamer HütteWestfalenhaus12,406:4013381082
WestfalenhausWinnebachseehütte6,202:25515428
Ruhetag 000:0000
WinnebachseehütteAmberger Hütte9,403:20492721
Amberger HütteHildesheimer Hütte12,806:451529764
Hildesheimer HütteSchutzhütte Schneeberg13,806:357681313
Schutzhütte SchneebergSchutzhütte Hochalm9,103:30645828
Schutzhütte HochalmAlpshotel Bergland, Pfelders17,806:157931342
PfeldersSchutzhaus Hochgang13,505:301110896
Schutzhaus HochgangGasthof Edelweiß, Martell15,504:555241332
MartellLyfi-Alm11,804:501270401
Lyfi-AlmB&B Casate di Saent, Coler18,107:1512732042
Ruhetag 000:0000
ColerHotel Biancaneve, Cogolo18,507:3013511572
CogoloBivacco Serodoli12,205:251636183
Bivacco SerodoliSant Antonio di Mavignola (Bus -> Riva del Garda)1003:35501299
Gesamt241,41853017425

Nachdem das Grundgerüst der Tour nun stand, ging es an die genaueren Planungen der einzelnen Tagesetappen. Die Etappen waren aufgrund der Reservierungen und Buchungen fest, es gab also wie gesagt nicht wirklich eine Möglichkeit auf z. B. schlechte Wetterbedingungen mit einem Ruhetag oder einer Umbuchung reagieren zu können.

Plan B bzw. schlechte Bedingungen?

Ich musste also sicherstellen, dass wir an jedem Tag auch das Etappenziel erreichen werden, auch wenn die Bedingungen es nicht zulassen würden, auf dem geplanten Weg ans Tagesziel zu kommen. Es brauchte also auch immer einen Plan B.

Das ist jetzt natürlich keine wirklich neue Erkenntnis. Bei Touren in den Bergen muss man die Touren immer so planen bzw. bei der Durchführung immer in der Lage sein auf sich ändernde Bedingungen oder ungeplangen Ereignisse reagieren zu können.

Was hier aber jetzt neu war bzw. die Sache interessant machte, war der Umstand, dass es keine Option war, nicht am geplanten Tages-Ziel anzukommen.

Ich habe mir also die einzelnen Touren etwas näher angesehen und geschaut, für welche ich einen Plan B brauchen würde. Für diese habe ich dann jeweils nach einer alternative Route gesucht. Es stellte sich dann heraus, dass das in der Regel ein Abstieg ins Tal, die Verwendung von öffentlichen Verkehrsmitteln, und der erneute Aufstieg zur nächsten Hütte war. Nur für einzelne Routen gab es die Möglichkeit einen anderen, z. B. niedriger gelegenen Weg, zu wählen. In diesem Zuge haben sich aber auch schwierigere bzw. attraktivere Wege aufgetan.

Nach weiteren längeren Abenden am PC war schließlich für fast alle Etappen auch ein entsprechender Plan B, also eine Alternative geplant.